Anwendungsbeispiel V

Enbelbergtunnel Leonberg

Ausgangslage

In Europas breitestem Tunnel wurden in beiden ovalen Röhren bei Vermessungen horizontale Verschiebungen und Setzungen in der Fahrbahn festgestellt. Druck von außen, durch das vermutlich aufquellende Anhydrit, wirkte auf die Wände und verursachte so Spannungen in der Betonplatte. Um diese Spannungen zu lösen wurden vorerst auf einer Länge von 130 Metern in der Oströhre Entspannungsbohrungen durchgeführt.

Hierfür wurden ca. 1.560 Kernbohrungen mit einem Durchmesser von 100 mm, einer Tiefe von 86 cm und mit einem Überschnitt von 30 % nebeneinandergesetzt. Dadurch konnte sich die Betonplatte wieder setzen. Zum Einsatz kamen bei diesem Bauvorhaben sechs bis acht Bohrmaschinen, die auf eigens hierfür entwickelten Schlitten befestigt wurden und auf der dazugehörigen Schiene vorwärts bewegt werden konnten. Da der Engelbertunnel ein vielbefahrener Verkehrsknotenpunkt ist, mussten die Arbeiten nachts zwischen 20 und 5 Uhr ausgeführt werden.

 


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